Mein 18 Monate altes Kind

Entwicklung Kleinkind

Achtzehn Monate, ganze anderthalb Jahre ist es her, dass ich Mutter und wir Eltern geworden sind. Und doch ist das alles manchmal noch unbegreiflich.
Wir haben ein sehr schreiintensives erstes Jahr hinter uns, mussten uns als Paar neu finden und als Eltern wachsen. Aber wir sind angekommen, endlich…


Ich habe meinen Weg der Begleitung gefunden, lasse mich durch Äußerungen von Anderen kaum noch verunsichern. Es ist schön, wie es gerade ist.

Laufen Lernen

Entwicklung

 

Der kleine Mann lernt, ist neugierig und hat einen ungeheuren Wissensdurst. Die Motorik war von Beginn an seine Stärke und das ist weiterhin so. Das freie Laufen, welches er mit zehn Monaten begonnen hat, ist mittlerweile bis zum Sprint perfektioniert. Er hüpft gerne von kleinen Erhöhungen herunter und balanciert auf Podesten. Zu den Mahlzeiten beschmiert er seit neustem sein Brot selbst.


Aber auch sprachlich sehe ich Woche für Woche neue Errungenschaften und bin einfach nur überwältigt und stolz. Immer mal wieder kommen Wörter für einige Zeit abhanden und tauchen dann plötzlich in seinem Wortschatz erneut auf.

Sein Wortschatz: ja, nein, da, mama, papa, tag (Begrüßung mit Nicken), da-de (danke bepaart mit einem Nicken), wau-wau, wuh (Kuh), ihhhh (Hahn), pep-pep (Henne), ähhh (Ziege/ Schaf), piep (Vogel), pap- pap (Maus), brrr (alles, was fährt oder Motorengeräusche macht)

Tragetuch

Stillen und Schlafen

 

Wir stillen weiter, ungeplant, aber so hat es sich für uns ergeben. Langsam gehen wir in die Richtung des Abstillens, die ich nicht vorgebe, meinen Sohn aber darin unterstütze. Angeleitet wurde das durch eine große Veränderung, der kleine Mann wacht kaum noch nachts auf. Wo er sich vor wenigen Wochen nachts bis zu zehn Mal stillte, schläft er nun seit wenigen Tagen bis zu neun Stunden durch.

Dies wird sich sicherlich noch einmal ändern, bis dahin genießen wir diesen ruhigen Schlaf im Familienbett. Insgesamt kommt er auf neun bis zehn Stunden Nachtschlaf und ein Tagesnickerchen von einer Stunde. Selten, aber im besten Fall, weil es sonst dauerhaft müde ist, schläft er zwei mal eine Stunde am Tag. Tagsüber ist er umso bewegungsfreudiger, ein richtiger Wirbelwind, der vor keiner Klettergelegenheit zurück schreckt und dauerhaft in Bewegung ist.

Bett

Trocken werden

 

Oft werde ich zum Thema Töpfentraining von Verwandten und Freunden befragt, aber das gibt und wird es bei uns nicht geben. Seit einiger Zeit zeigt der Sohnemann an, sobald er in die Windel klein oder groß gemacht hat, danach Wickel ich ihn sofort. Unsere Wickelintervalle waren schon immer sehr kurz, da ich mir eine nasse Windel sehr unangenehm vorstelle und wir Stoffwindeln benutzen. Außerdem möchte er sich seit kurzem oft auf die Toilette setzen, so wie wir, sich danach abwischen und spülen. Ein spielerischer Anfang, den ich demnächst durch eine Sitzverkleinerung für die Toilette unterstützen werde.

Spielen und Lesen

 

An seinen Spielsachen zeigte er lange Zeit gar kein Interesse und auch jetzt sind alltägliche Dinge viel interessanter. So saugt er fleißig die Räume, putzt mit uns seinen Stuhl nach dem Essen ab oder hilft beim Wäsche falten.

Kleinkind 18 Monate

Das Nachspielen und Nachahmen ist natürlich sein Hauptspiel, so werde ich oft „bekocht“, indem er fleißig in seinen Töpfen rührt und mich danach probieren lässt. Seine Kinderküche ist somit das einzige Spielzeug, was ihn wirklich fesselt. Hier bekommen unsere Schälchen von Grimms* ihren neuen Einsatz, sie werden von ihm als Teller benutzt.

KInd 18 Monate

Bücher angucken und lesen ist ebenfalls sehr beliebt, wobei die meisten Bücher ziemlich zerliebt wurden und bereits geflickt werden mussten. Suchbücher/ Wimmelbücher* stehen ganz oben auf der Liste und hier besonders Themen mit Tieren oder Fahrzeuge. Bei Wortlernbüchern* bevorzugt er echte Bilder, da ihm das Erkennen leichter fällt.

Ich lese oft, dass unsere Kinder mit 18 Monaten die endgültige Entwicklung vom Baby zum Kleinkind unternehmen und ihr Verhalten dahin gegen umstellen. Und es stimmt, der eigene Charakter des kleinen Mannes stellt sich immer weiter heraus. Er begreift sich nun endgültig als Person mit eigenen Bedürfnisse und Willen. Es gibt die ersten „Wutanfälle“, die bei näherem Hinsehen nie welche sind. Denn es sind Situationen der Überforderung oder Übermüdung, in denen wir immer besser lernen ihn zu begleiten.

Liebste Grüße,

eure Friederike

Baby Kleinkind

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