Mein zweiter Schwangerschaftsmonat

zweiter Schwangerschaftsmonat

Zwischen anfänglicher Unsicherheit, dem Hebammendilemma und eindeutigen Symptomen

Mit Beginn des zweiten Schwangerschaftsmonats (hier geht’s zum ersten Schwangerschaftsmonat) zogen wir wieder aufs Land zu unserer Familie. Unser kleines Geheimnis behielten wir dennoch eine Weile für uns. Denn besonders in der 5. und 6. Wochen waren die Unsicherheiten und Ängste sehr groß.

Ich machte fast täglich Schwangerschaftstests, um ein Stärkerwerden der Linie zu dokumentieren. Immerhin verdoppelt sich alle zwei Tage der HCG- Wert, sodass die Linie dadurch stärker werden muss. Die Striche waren teilweise ziemlich uneindeutig und ich war eher verunsichert als beruhigt. Denn mein inneres Gefühl sah meist gut aus. Auch die Vergleiche mit den Schwangerschaftstests vom kleinen Mann hätte ich lassen sollen, denn dieses Mal waren sie erst zu einem späteren Zeitpunkt ähnlich stark.

Das Hebammendilemma

Aber meine Mutterbänder meldeten sich bereits regelmäßig und so war ich in der 6. Woche schon relativ entspannt. Einen Frauenarzttermin fand ich daher nicht notwendig und ich überlegte, ob und wann ich dort überhaupt hin sollte. Denn viel wichtiger erschien es mir zu diesem Zeitpunkt eine Hebamme für die Rundumbetreuung (Vorsorge, Geburt, Nachsorge) zu bekommen. Wie ich es mir denken konnte, war es eine ausweglose Situation hier mitten in der „Pampa“. Hebammen für Hausgeburten gibt es keine mehr und das nächste Geburtshaus liegt eine Stunde entfernt. Bei diesem fragte ich zügig an und bekam zunächst eine Zusage. Doch blöderweise ging ich dort unter. Nach dem sich fünf Tage nach meiner Anfrage immer noch keine Hebamme, wie vereinbart, bei mir gemeldet hatte, rief ich wieder an. Das Ergebnis war eine Absage, da ich anscheinend vergessen wurde und nun waren alle Plätze belegt.

Ich war unfassbar wütend und traurig, hatte ich mir doch geschworen, nie wieder im Krankenhaus zu entbinden. Aber das werden wir sehen. Das Hebammendilemma zog sich dann weiter mit dem Ergebnis, dass ich in der 7. Schwangerschaftswoche eine Hebamme für die Vorsorge und eine andere aus meiner Umgebung für die Nachsorge hatte. Denn dank dem dörflichen Hebammenmangel, macht hier keine mehr Schwangerschaftsvorsorge. So habe ich jetzt zwei Hebammen. In der 8. Woche fuhr ich  das erste Mal zu meiner Vorsorgehebamme eine dreiviertel Stunde bis in die nächste Stadt, in der auch meine eventuelle, spätere Entbindungsklinik liegt.

Symtome

Meine Schwangerschaftssymtome hatten mich bis dahin komplett eingeholt und mir fiel wieder ein, warum ich schwanger sein schon beim ersten Mal nicht toll fand. Aber ich gehöre sowie so nicht zu den Frauen, die sagen, dass sie die Schwangerschaft sehr genießen konnten. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, trockene Hände und Füße, ab und zu ziehende Mutterbänder, Kreislaufprobleme, Dünnhäutigkeit und die altbekannte ganztägige Übelkeit.

Alles Symptome, die ich bereits kannte und es schien schon fast erschreckend, wie sehr sich die Schwangerschaften ähnelten. Bloß die Übelkeit war stärker, was ich darauf schob, dass ich mich nicht ausruhen konnte, wann ich wollte. Denn mit einem ruhelosen Kleinkind klappte das schlecht. Meine Vorsorgehebamme war/ist sehr nett, wir verstanden uns schnell und wieder kam mir der Gedanke, dass ich sie für eine eigentliche Schwangerschaftsvorsorge nicht brauche. Aber für nette Gespräche fahre ich dort gerne hin und irgendwie will ich dem deutschen Vorsorgesystem nicht ganz den Rücken kehren.

zweiter Schwangerschaftsmonat

Die ersten Dinge hatte ich übrigens auch schon gekauft. Vor allem waschbare Stilleinlagen (von Alana und ImseVimse*), denn davon hatte ich in der letzten Stillzeit zu wenig und habe so unnötig viel Müll produziert. Außerdem bekommen wir dieses Mal ein Sommerbaby, wodurch wir einiges dazu kaufen mussten, wie z. B. Kurzarmbodys in kleinen Größen. Zu guter Letzt gibt es nun auch bei Lidl in regelmäßigen Abständen GOTS- Kleidung für Babys und Schwangere, sodass ich dort auch zuschlagen musste.

Liebste Grüße,

Eure Friederike

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