Meine Hilfsmittel für eine angenehme Stillzeit

Stillen

Was braucht Frau eigentlich alles für einen guten Stillstart? Eine Frage, die ich mir unter anderem in der Schwangerschaft gestellt habe. Ein Stillkissen und Stilleinlagen? Noch irgendwas? Im Nachhinein waren es nicht viele Dinge, die wir für das Stillen brauchten und doch haben sich über die Monate einige kleine Hilfsmittel angesammelt. Davon möchte ich Euch heute schreiben.

Stillkissen

Hilfsmittel Stillen

Das Stillkissen gehört wohl zur klassischen Erstausstattung für das Baby, denn es ist vielseitig einsetzbar. Ich fand es als Seitenschläferrolle in der Schwangerschaft sehr angenehm und mein Sohn benutzt es mit seinen neunzehn Monaten immer noch als Begrenzung im Kinderbett. Wirklich zum Stillen haben wir das Stillkissen vielleicht zwei Monate gebraucht, dennoch würde ich mir immer wieder eins kaufen. Unseres ist von Julius Zöllner*, die Marke war mir damals jedoch egal. Mein einziges Kriterium war die Geräuschlosigkeit. Die meisten Stillkissen rascheln durch ihre Füllung nämlich sehr laut, was nachts doch ziemlich nervig werden kann.

Stilleinlagen

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Eine wirkliche Empfehlung für Stilleinlagen zu geben, ist doch sehr schwer. Für jede Brustform und somit jede Frau gibt es sicherlich andere Marken, die gut funktionieren. Zunächst einmal gäbe es die Unterscheidung zwischen waschbaren und Wegwerfstilleinlagen. Für welche man sich entscheidet, sollte jeder selbst entscheiden. Waschbare Stilleinlagen, die aus Wolle und Seide bestehen (gibt es bei DM) sollen vor allem bei wunden Brustwarzen gut tun.

Ich habe mich mit beiden Varianten gut eingedeckt. Anfangs reichten jedoch waschbare Einlagen* nicht aus, sodass ich beides verwendete. Bei den Wegwerfstilleinlagen kann ich die Marke Lansinoh* empfehlen, die Einlagen sind sehr dünn und haben trotzdem eine gute Saugkraft. Da sie vergleichsweise teuer sind, bin ich zwischenzeitlich auf NUK* umgestiegen. Die Eigenmarken von DM und Rossmann waren für mich hingegen ein Reinfall, denn die Stilleinlagen waren viel zu dick und zeichneten sich somit auf meinem BH ab und klumpten teilweise, sobald sie nass wurden.

Brustwarzensalbe und Heilwolle

Stillrn Hilfsmittel

Kann man benutzen, braucht man aber nicht zwangsläufig. Der Inhaltsstoff von Brustwarzensalben ist Lanolin (Schafswollfett), sodass auch alternativ Heilwolle * (gekämmte Schafswolle) verwendet werden kann. Von der Brustwarzensalbe habe ich mir in der Schwangerschaft bereits eine Tube gekauft, doch trotz der kleinen Größe, habe ich sie nie aufgebraucht.

Denn ich selbst habe lieber auf Heilwolle zurück gegriffen, die ich jeder werdenden Mutter zum Kauf empfehlen würde. Sie ist nicht nur gegen wunde Brustwarzen einsetzbar, sondern auch bei einem wunden Windelbereich. Einfach ein kleines Stückchen Heilwolle auf die betroffene wunde Stelle legen. Eine Wirkung trat bei mir immer innerhalb weniger Stunden ein. Statt Salben oder Heilwolle habe ich oft einfach Muttermilch an den wunden Brustwarzen nach dem Stillen antrocknen lassen, ein Mittel meiner Hebamme.

Kühlpads

Thermo-Pads* habe ich letztens in der Drogerie entdeckt und werde sie beim nächsten Kind einmal ausprobieren. Ich stelle es mir sehr angenehm vor und es sorgt nach dem Stillen sicherlich für eine Entspannung der Brust.

Milchpumpe

Eine Milchpumpe ist in der Regel für die Stillzeit nicht notwendig. Sollte es zu Schwierigkeiten oder Problemen beim Stillen kommen, kann der Frauen- oder Kinderarzt auch ein Rezept für das Ausleihen einer Milchpumpe aus Apotheke schreiben. Dies war bei mir durch eine stärkere Soorinfektion der Fall.

Generell würde ich jedem, der sich eine Pumpe anschaffen will, eine elektrische Milchpumpe empfehlen. Da ich stundenweise durch die Uni nicht zu Hause war, musste ich für diese Zeit Muttermilch abpumpen, die mein Freund mit der Flache gab. In der Schwangerschaft hatte ich mir dafür eine Handmilchpumpe von NUK* gekauft. Das Ergebnis war jedoch nur ein Krampf in der Hand und ein paar Tropfen Muttermilch, sodass wir schnell auf die Medela Swing * umgestiegen sind.

Bockshornkleekapseln

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Stilltee? Malzbier? Immer wieder lese ich von solchen Maßnahmen, die Mütter ergreifen, wenn sie das Gefühl haben, dass die Milch weniger wird. Manche versuchen damit überhaupt die Milch erst einmal anzuregen. Aber eigentlich füllt man so höchstens seinen Flüssigkeitshaushalt auf, was in der Stillzeit dennoch sehr wichtig ist.

Da ich nach der Geburt meines Sohnes weiterhin zur Uni gegangen bin, musste ich viel Milch abpumpen, was meist mehr schlecht als recht klappte. Durch den zusätzlichen Stress hatte ich irgendwann das Gefühl immer weniger Milch zu haben. Nach vielen Recherchen bin ich auf Bockshornkleekapseln* gestoßen, die sehr gut meine Milchmenge vergrößerten.

Das waren meine Hilfsmittel für die Stillzeit, auf die ich sicherlich beim nächsten Kind wieder zurück greifen werde. Habt Ihr noch weitere Tipps oder kleine Anschaffungen für einen guten Stillstart?

Liebste Grüße,

eure Friederike

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