Nachhaltigkeit im Alltag- Manchmal schwieriger als gedacht

nachhaltig leben schwer

Nachhaltig und ökologisch leben ist manchmal schwieriger als gedacht. In der Vorstellung oft ganz einfach, scheitert es schnell an Kindern, Alltag und dem ganz normalen Supermarkt. Dabei muss man sich immer vor Augen halten, keiner ist perfekt. Nachhaltig zu leben ist kein Wettkampf, der in der einen bestmöglichen Umsetzung endet. Stattdessen führen viele Wege nach Rom und jeder kleine Schritt ist besser als keiner.

Mein Weg der Nachhaltigkeit begann mit Kosmetikern und meinem Hinterfragen: Was schmiere ich mir eigentlich an Chemie ins Gesicht? Über Monate und Jahre traten dann Themen wie biologische Lebensmittel, autark leben, Minimalismus und Müllvermeidung an uns heran. Und natürlich haben wir viele Baustellen, an denen wir noch arbeiten möchten. Dinge, die wir in unserem Leben noch ökologischer und nachhaltiger gestalten können. Heute soll es genau um diese bzw. unsere kleinen Laster gehen. Um alles, was in unserem Alltag eben ganz und gar nicht nachhaltig ist.

Unnötiger Konsum

Schon lange mache ich keine Shoppingtage mehr, an denen ich vor mich lang hin kaufe, um Freude daran zu finden. Mein kleines, großes Laster ist aber weiterhin das Einkaufen, nur eben online. Es gibt aber auch überall tolle, nachhaltige Labels ;-). Natürlich sind die gekauften Gegenstände zertifiziert und von mir auf Nachhaltigkeit überprüft. Aber ich kaufe oft Unnötiges. Denn für mich zählt zum Thema Nachhaltigkeit auch eine Art des Minimalismus. Ich lebe nur nachhaltig, solange ich nicht mehr kaufe als ich wirklich benötige. Alles andere ist Konsum, der unnötige Ressourcen verbraucht. Eindeutig etwas, was ich ändern und verbessern möchte.

Kinder

Daran schließt sich sogleich Punkt zwei an. Gerade als Mama neige ich dazu, meinem Kind Schönes zu kaufen. Ob GOTS- Kleidung oder FSC- Holzspielzeug aus Deutschland, sobald ich über das (in meinen Augen) Notwendige hinaus kaufe, ist es aber keineswegs mehr wirklich nachhaltig. Dazu kommt, dass ich meist einen Neukauf tätige. Immer mit der Begründung, das nehmen wir ja nochmal für das zweite Kind. Dabei wäre z. B. bei Kleidung nicht nur finanziell Einsparpotential. Gebrauchte Kinderkleidung ist oft wie neu und natürlich weitaus nachhaltiger.

nachhaltig leben

Ich denke in den nächsten Jahren wird das Thema Kind sich weiterhin nicht wirklich nachhaltig entwickeln. Denn ich kann meinem Sohn zwar erzählen, was es bedeutet gut mit unserer Welt umzugehen. Aber ich werde ihm nicht verbieten, sich von seinem Taschengeld Nestle- Produkte zu kaufen oder Geschenke an zu nehmen, die ganz und gar nicht ökologisch sind. Vielleicht wird sein Zimmer voller Lego sein oder er sammelt irgendwelche Plastikfiguren oder oder.

Supermarkt

Nachhaltigkeit scheitert an der Supermarktkasse, zumindest im Lebensmittelbereich. Diese Erfahrung machen wir mehrmals im Monat, insbesondere beim Bioobst und -gemüse. Alles ist doppelt und dreifach in Plastik eingeschweißt. Da bin ich sehr froh, dass zumindest die Lidl- Bananen nur noch ein Plastikband ringsum besitzen. Ich könnte das Plastik im Laden lassen, aber das macht die Tatsache auch nicht besser, oder? Es ist natürlich möglich auch unverpackte Lebensmittel im Biomarkt zu kaufen, aber diese Option scheitert bei uns an der Entfernung und dem Geld.

Faulheit

Und nicht zuletzt scheitert unsere Nachhaltigkeit oft an der eigenen Faulheit. Da werden z. B. die Stoffwindeln nicht schnell genug gewaschen, sodass wieder unsere Naty- Windeln* zum Einsatz kommen. Ähnlich verhält es sich mit meinen Stoffbinden. Oder wir vergessen unsere Stoffbeutel für den Einkauf zu Hause. Schnell wird auch ein ausrangierter Gegenstand weggeschmissen, weil wir uns nicht die Mühe machen wollen, ihn bei eBay einzustellen.

Ihr seht, es ist manchmal gar nicht so einfach, voll und ganz ökologisch und nachhaltig zu leben. Natürlich habe ich noch viele andere Dinge im Hinterkopf. Wie unser Auto, ohne das wir auf dem Dorf wirklich aufgeschmissen wären oder meine Naturkosmetikschminke, die ich eigentlich gar nicht nutzen will, die mir aber an einigen Tagen ein besseres Gefühl verschafft. Aber das soll es erst einmal gewesen sein.

Was sind denn Eure kleinen und großen Lasten? Dinge, die bei Euch ganz und gar nicht nachhaltig laufen oder an denen Ihr oft scheitert?

Liebste Grüße,

Eure Friederike

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