So leben wir Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Lebenskonzept, eine Einstellung zu der Welt, in der wir uns befinden. Es ist kein Trend, den man verfolgt. Denn dieser Prozess des Umdenkens und Hinterfragens ist lang und endet nicht in der „perfekten“ Umsetzung. Jeder setzt in puncto Nachhaltigkeit andere Schwerpunkte und führt sie anders aus und doch gibt es einige Grundsätze, die oft überein stimmen.

Ich möchte Euch heute über unsere eigene Art der Umsetzung von Nachhaltigkeit schreiben. Einen kleiner Einblick in unser Leben geben, das natürlich keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit hat.

Bio- und Ökosiegel

Bio Obst

Nachhaltigkeit bedeutet für mich ressourcenschonend im Hinblick auf meine Umwelt und meinen Körper. Dies fängt bei meiner Kosmetik (die es im regulären Sinn bei uns gar nicht mehr gibt) und meinem Waschmittel an und endet beim Essen. 

Bei den meisten Dingen achten wir auf Öko- bzw. Biosiegel, das gibt nicht nur ein gutes Gewissen, sondern bewirkt wirklich etwas. Einziges Problem hierbei ist der Kostenfaktor, so kosten Biolebensmittel oft das Dreifache der herkömmlichen. Bei Kleidung haben wir lediglich für unseren Sohn GOTS- Kleidung, da wir uns mehr schlichtweg nicht leisten können. Daher schließt sich Punkt zwei an.

Weniger Konsum

Nachhaltigkeit bedeutet auch unnützen Konsum zu vermeiden. Wirklich nur Dinge kaufen, die wir brauchen. Keine wahllosen Shopping- Wochenenden, Kleidung wird gekauft, wenn etwas ersetzt werden muss. Unsere Kleiderschränke sind überschaubar und enthalten nur das Nötigste.

Ähnlich verhält es sich mit anderen Extras. Wir überlegen uns Anschaffungen, ob klein oder groß, ganz genau, es gibt keine „Belohnungen“ durch Materielles. Daher ist es uns möglich so viel Geld einzusparen, dass wir mit kleinem Budget hochwertige Bio- Lebensmittel kaufen können. Und hier wird ebenfalls nur soviel gekauft, wie wir benötigen, auch wenn es nicht immer klappt, dass kein Essen weggeschmissen wird.

Minimalismus

Weniger Konsum und unnütze Anschaffungen schließen ebenfalls das Spielzeug unseres Sohnes ein. Neben einigen Bücher sind das seine gesamten Spielsachen. Er braucht kein Zimmer voll Spielzeug mit einem Überangebot, dieses hier reicht vollkommen aus. Wir setzen auf Holzspielzeug und Dinge, mit denen er im Spiel kreativ werden kann.

Wiederverwenden

Allgemein wird bei uns alles benutzt, bis es nicht mehr brauchbar ist. Das Spielzeug vom kleinen Mann entstammt zu 90% aus  meiner Kindheit. In der Küche werden weiterhin Plastikschüsseln verwendet, selbst wenn ich lieber auf Besseres umsteigen würde. Aber wir schmeißen sie nicht weg, denn sie sind vorhanden und funktionieren. So verhält es sich auch mit Kleidung und anderen Gegenständen.

Ein Punkt, den wir für uns weiter ausbauen möchten, ist gebrauchte Kleidung zu kaufen, vielleicht kommen wir so zu mehr GOTS- Kleidung für Mama und Papa. Ein Großteil der Erstausstattung vom kleinen Mann ist z. B. von Ebay und auf Flohmärkten erstanden. Und erst vor ein paar Wochen, habe ich zwei Paar gut erhaltende Sandalen von den Marken Richter und Ricosta für zusammen 8,50Euro (inkl. Versand) erstanden.

Weniger Plastik und Müll

Als letzten Punkt etwas, was angesichts unserer weltweiten Verschmutzung der Meere immer wichtiger wird – weniger Plastik verwenden. Das fängt bei den Plastiktüten an, wobei hier bereits die Läden reagiert haben und keine bzw. nur noch kostenpflichtige anbieten. Wir nutzen z. B. hauptsächlich Stoffbeutel und unsere Rucksäcke beim Einkauf. ABER: Das meiste Bio- Obst und Gemüse in Supermärkten ist mit Plastik umwickelt, wodurch wir echte Probleme haben, darauf zu verzichten, denn die Bioläden sind oft zu kostspielig für uns.

Selter kaufen wir ausschließlich in Glasflaschen (schmeckt auch viel besser) und bei anderen Getränken achten wir ebenfalls überwiegend auf Glas. Waschmittel kaufe ich im 10l Kanister von Sonett und fülle es in die TrueFruits Smoothie Flaschen um, wieder etwas Müll und Plastik gespart. Ob wieder verwendbare Abwaschlappen, Stoffslipeinlagen oder Stoffwindeln für den Sohn, es sind die kleinen Dinge im Alltag, wo man auf Plastik verzichten kann. Wir stehen selbst noch am Anfang…

Und wie gesagt es ist ein langer Prozess des Umdenken und Umstellens der alten Gewohnheiten und des Konsums. Auch wir haben nicht die perfekte, nachhaltige Umsetzung und den einen, richtigen Weg. Allein das Bewusstsein darüber und das Ziel, eines bewussten und umweltfreundlichen Lebens sind ein guter Beginn.

Liebste Grüße,

eure Friederike

nachhaltig leben

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