Welche Stoffwindelsysteme gibt es?

Stoffwindelsysteme im Überblick

 Willkommen zum zweiten Teil meiner Blogreihe „Stoffwindeln“, im ersten Teil schrieb ich über unsere Stoffwindelgeschichte und meinen persönlichen Vor- und Nachteilen von Stoffys. Heute soll es um die verschiedenen Stoffwindelsysteme gehen, es wird also etwas theoretischer.

Bei meinen ersten Recherchen durch die Stoffwindelwelt stieß ich auf eine Masse an Informationen und komischen Begriffen wie Prefold oder Wetbeg und brauchte ewig, um mir überhaupt einen Überblick zu erarbeiten. Dabei wollte ich nur wissen: Was gibt es alles für Möglichkeiten, um mit Stoff zu wickeln und was ist davon das beste System. Die zweite Frage ist natürlich individuell zu beantworten, trotzdem ist es immer ganz interessant zu wissen, was andere toll finden.

Kommen wir also zunächst zur ersten Frage, die ich Euch gerne beantworten will.

Die grobe Einteilung der Stoffwindelsysteme ist ganz einfach, es gibt Stoffwindeln mit Überhosen und die ohne Überhosen, soweit so gut. Beginnen wir mit den Stoffys, die eine Überhose brauchen.

(1) Stoffwindel mit Überhose

Dieses System besteht augenscheinlich aus zwei Teilen, der Windel und einer Überhose.

Überhosen gibt es aus verschiedenen Materialien:

  • Überhosen mit Klett-/ Druckverschluss oder als Schlupfhose aus PUL (verschiedene Größen oder Onesize)

  • Überhosen mit Klett-/ Druckverschluss aus Minky- Fleece (verschiedene Größen oder Onesize)

  • Wollüberhose* (Größe orientiert sich an Kleidergröße)

Was kommt nun in die Überhose hinein? Vorweg, theoretisch kann jeder Stoff benutzt werden, der gerade rumliegt. Praktisch haben sich verschiedene Systeme entwickelt und bewährt.

(1.1) Faltwindel und Einlage

Grob gesagt befindet sich unter dieser Rubrik alle Stoffstücke, die als Windel gefaltet oder als Einlage in die Überhose gelegt werden können. Hier kommen z. B. die herkömmlichen Spucktücker, also Mullwindeln* zum Tragen oder als Einlagen die beliebten und saugfähigen Prefolds. Diese Prefolds sind, wie der Name bereits sagt, vorgefaltete und mehrlagig genähte Saugeinlagen, die es in verschiedenen Größen gibt.

Außerdem gibt es noch die Einlagen, die aus einer Vielzahl von Materialien bestehen können, wie Baumwolle, Bambusviskose oder Hanf (in aufsteigender Saugkraft aufgezählt). Kombinationen aus z. B. einer Prefold und einer Bambuseinlage geben noch mehr Saugkraft.

(1.2) Höschenwindel

Höschenwindeln sind eigentlich wie Wegwerfwindeln nur aus Stoff und brauchen daher eine Überhose. Oft werden sie als Nachtwindeln bezeichnet, weil eine hohe Saugkraft gegeben ist. Auch hier können die Stoffmaterialien sehr variieren. Verschlossen werden sie mit Druckverschluss, Klett oder Klammer. Extra Einlagen sind meist bereits mit eingenäht oder können mit einem Druckknopf hinzugefügt werden, einfach eine hineinlegen funktioniert ebenfalls.

(1.3) Bindewindeln

Ähnlich konzipiert wie Höschenwindeln sind Bindewindeln*, doch zum Verschließen werden sie mit angenähten Bändern um das Baby gewickelt. Meistens bestehen sie aus Baumwollstrick und haben eingenähte Einlagen.

(2) Stoffwindel ohne Überhose

Da es hier viele verwirrende, englische Namen der Systeme gibt, habe ich alles in einem kleinen Überblick zusammengefasst.

(2.1) All- In- One

(2.2) Pocketwindel

(2.3) All-In-Two

  • wasserdichtes Höschen mit einknöpfbarer Einlage

  • Hülle kann wiederverwendet werden

(2.4) All-In-Three

Und schon sind wir am Ende meiner Vorstellung der häufigsten Stoffwindelsysteme auf dem Markt. Habe ich etwas vergessen oder würdest Du hier und da etwas ergänzen? Dann schreib mir gerne.

Welches System sich als unser beliebtestes herauskristallisiert hat, gibt es dann im nächsten Teil meiner Stoffwindelreihe.

Liebste Grüße,

eure Friederike

Stoffwindelsysteme

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